Augustus!

The emperor Augustus, writing when he was the patrician Octavianus, is known by only complete epigram:

 

Anthony’s shagging Glaphyra. So his wife, Fulvia, vows

revenge by screwing me! No chance! I loathe these lustful cows!

And Manius, Anthony’s companion, waggles his stiff rod

at my defenceless arse. Unwanted bliss, by god!

“Screw, or fight’, says Fulvia. “Is your cock so proud?

Rather death than me? To bed! Horns triumphant, blare out loud!”

 

 

Burl, Audrey. Catullus. A Poet in the Rome of Julius Caesar. With a selection of poems translated by Humphrey Clucas. London: Constable, 2004. xxii-298 p. Quote Octavianus pp.4-5

Octavian epigram: Courtney, pp. 282-3; Lindsay, 1965, p. 175; Martial, Epigrams, XI, line 20; Bailey, 1993, pp. 20-21.

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Gilgamesch und die Frauen

Sieh an dessen Mauer, die wie Kupfer glänzt!
Besieh ihre Brustwehr, die niemand nachzubilden weiß!
Nimm doch die Treppe, die (dort) seit ewigen Zeiten!
Komm heran an Eanna, den Wohnsitz der Ischtar,
den kein künftiger König wird nachbilden können,
noch sonst ein anderer Mensch! [1]

 

 

Das ganze Epos hindurch führt Gilgamesch sich mit Frauen ziemlich seltsam auf.

  • Seine Mutter war Wildkuh-Ninsunna.
  • Als junger König hat Gilgamesch angeblich nichts anbrennen lassen:

    In finstere Stimmung verfallen die jungen Männer von Uruk, […]
    Ihre Klagen erheben vor Ischtar die Frauen Monat für Monat,
    Ihre Beschwerde bringen sie immer wieder vor sie:

    «Der starke, herrliche, kundige König,
    nicht lässt Gilgamesch die junge Frau zu ihrem Bräutigam.»

  • Gilgamesch verpasst die „éducation sentimentale“ (dixit A. L. Oppenheim [2]), wie sie Enkidu vom kultivierten Freudenmädchen Schamchat bekommen hat.
  • Es hätte ihm dennoch nicht geschadet. Inana/Ischtar, die Liebesgöttin (ja sicher), verliebt sich in ihn. Das ist für Gilgamesch Anlass dazu, sie siebenundvierzig Zeilen lang (Tafel VI: 33-79) furchtbar zu beschimpfen.
  • Siduri, das Barmädchen am Ende der Welt (es könnte sich um die tief verschleierte Ischtar handeln), weist ihm „den rechten Weg” - zu Uta-Napischti, aber letztendlich zu seiner wirklichen Unsterblichkeit: die er letztendlich dadurch erlangt, dass er seiner Verantwortung als König nachkommt.
  • Eine Ehefrau oder Kinder werden nirgendwo erwähnt. Gilgamesch scheint sich nicht für das klassische „Familienleben” begeistert zu haben.

Ein klarer Fall für Dr. Freud, sage ich mal so.
Aber es hätte auch schlimmer kommen können. Enkidu, der archetypische „nature’s Gentleman” [3], der „Panther aus der Steppe”, war der Freund, den er liebte - Enkidu hat mit ihm alle Leiden durchlebt. Die Mauern, die Gilgamesch um Uruk errichtete - und die auch heute noch sichtbar sind -, verkörpern seine Unsterblichkeit.

 

 

Eine (ganze) Quadratmeile ist Stadt,
eine (ganze) Quadratmeile Gartenland,
eine (ganze) Quadratmeile ist Aue,
eine halbe Quadratmeile der Tempel der Ischtar.
Drei Quadratmeilen und eine halbe, das ist Uruk,
das sind die Maße!

 

 

_______________

[1] Maul, Stefan M. Gilgamesch. München: Verlag C. H. Beck, 2007.
[2] Oppenheim, A. Leo. Ancient Mesopotamia: Portrait of a Dead Civilization. Chicago & London: Chicago University Press, 1977. S. 259.
[3] Oder der „Edle Wilde”. Der Edle Wilde ist ein Idealbild des von der Zivilisation unverdorbenen Naturmenschen. Das Konzept drückt die Vorstellung aus, dass der Mensch ohne Bande der Zivilisation von Natur aus gut sei. Ein sehr umstrittenes, komplexes und im mesopotamischen Kontext wahrscheinlich völlig deplatziertes Konzept. Fortsetzung folgt.

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Shamchat

Shamchat


 

 

Seit einigen Wochen wohne ich bei der kleinen Shamchat (die Wohnung gehört jetzt ihr). Shamchat heißt auch Minimiez - Sie verstehen, sie ist noch so klein. Und wegen ihres herrlichen Hitlerbärtchens nennen wir sie manchmal auch Winimiez. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die originale SHAMCHAT war eine „Dirne” aus Uruk, eine Dienerin der Liebesgöttin INANA. Shamchat spielt die Hauptrolle in der ersten und zweiten Tafel des Gilgamesch-Epos, und wird weiters in der achten Tafel erwähnt (wo sie dann die Schuld an allem bekommt).

Im Text heißt es, Shamchat verfüge über große kuzbu - sexuellen Reiz - und über die „Künste des Weibes”. Mit diesem ihrem kuzbu lockt sie ENKIDU aus dem Wald.

ENKIDU, der wilde Riese aus der Steppe, der Urmensch und einziger Rivale von König GILGAMESCH, wird durch Shamchat - die Tempelhure - zivilisiert. Nachdem sich Enkidu sechs Tage und sieben Nächte mit Shamchat gepaart hat, will er zu seiner Herde zurück.
Aber die Tiere stürmen davon - angeblich angeekelt von seinem neuen Geruch - und Enkidu begibt sich in Shamchats Hände. Enkidu wird von der Shamchat zu einem kulturellen Wesen erzogen, also zum Menschen gemacht. Die Hure wird hier zum Kultur vermittelnden Wesen: Nach der sexuellen Initiation weiht Shamchat ihn in die Künste des Essens, Trinkens, Badens und der Bekleidung ein.

Was als „Dirne” oder „Tempelhure” übersetzt wird, heißt im Akkadischen harimtu - eine kultische Verehrerin der Göttin ISCHTARs - wobei der Titel vom Verb haraamum [1] abstammt, was bedeutet: „abdecken, bedecken”. Was uns eigentlich auch nicht wirklich weiterbringt. Laut Michael Jursa ist die Shamchat „ein Freudenmädchen; das verwendete Wort hat jedenfalls keine negativen bzw. abwertenden Konnotationen.” [2]
Die Mär der Tempelprostitution bei den Babyloniern allerdings stammt aus seltsamen Interpretationen Herodots, der des Öfteren über Dinge berichtet, die er nur vom Hörensagen kannte - innumerabiles fabulae, wie es Cicero schon sagte.

Shamchats Name ist eine weibliche Form des Akkadischen Adjektivs shamhu, vom Verb ̩shamaahum, was als „prächtig, glänzend, herrlich, großartig sein” [3] übersetzt werden kann. Shamchat bedeutet also „die Prächtige”.

Meine kleine Shamchat ist erst 3 Monate alt, also mit dem kuzbu geht’s noch. Allerdings ist sie ein sehr verführerisches kleines Ding, und ein kultiviertes kleines Untier: Sie bevorzugt Bücher zum zernagen & Papierknäuel zum Spielen und klaut mir dauernd meine Kugelschreiber. In den Garten hinaus will sie nicht, echte Mäuse interessieren sie überhaupt nicht - nur die Plüschvariation macht sie wild. Sie spricht jetzt Deutsch und Italienisch und wenn sie ein bisschen älter ist, fangen wir mit Akkadisch und Sumerisch an. Cleveres Fauchbiest.
Prächtig, glänzend, herrlich und großartig ist sie auf jeden Fall.

»Das ist er, Schamchat, entblöße deine Brust!
öffne deine Scham, dass er deine Reize nehme!
Schrecke nicht zurück, nimm seinen Atem hin!
Er wird dich sehen und sich dir dann nähern

Breite deine Kleider aus, auf dass er auf dir liege.
Wirke an ihm, an ihm, dem Ur-Menschen,
mit den Künsten des Weibes!
Seine Liebe wird dich umschmeicheln.
Fremd wird ihm seine Herde (dann) sein,
in deren Mitte er aufwuchs!

Da löste Schamchat ihr Untergewand.
Sie öffnete ihre Scham, und er nahm ihre Reize.
Nicht schreckte sie zurück, seinen Atem nah

Sie breitete ihre Kleider aus, und er lag dann auf ihr.
Sie wirkte an ihm, an ihm, dem Ur-Menschen,
mit dem Künsten des Weibes.
Seine Liebe umschmeichelte sie (da).
Sechs Tage und sieben Nächte stand Enkidu aufrecht
und paarte sich mit Schamchat.

Als er sich an ihre Lust gesättigt,
wandte er sein Gesicht auf seiner Herde zu.
Es sahen Enkidu, und stürmten davon die Gazellen,
die Herde der Steppe wich zurück vor seiner Gestalt.

Beschmutzt hatte Enkidu seinen ganz reinen Körper,
still standen da seine Knie, die sonst gewohnt, mit der Herde zu laufen.

Geschwächt war da Enkidu, sein Laufen war nicht mehr so wie zuvor.
Doch mit einem Male besaß er Verstand,
und tief war sein Einsicht.
Er kehrte zurück und setzte sich nieder, der Dirne zu Füßen.
Der Dirne sieht er ins Gesicht,

und was die Dirne spricht, vernehmen (auf einmal) seine Ohren. [4]

___________________
[1] Englisch „to cover”. Black, Jeremy, George, Andrew, & Postgate, Nicholas. A Concise Dictionary of Akkadian. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 2000. S. 107.
[2] Jursa, Michael. Die Babylonier. Geschichte Gesellschaft Kultur. München, Verlag C. H. Beck, 2004. S. 120.
[3] Englisch „to be magnificent”. Black, Jeremy, George, Andrew, & Postgate, Nicholas. A Concise Dictionary of Akkadian. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 2000. S. 352.
[4] Maul, Stefan M. Gilgamesch. München: Verlag C. H. Beck, 2007. S. 14-15. weiter lesen »

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Frauen und Reiseliteratur

Annemarie Schwarzenbach. Winter in Vorderasien. Tagebuch einer Reise. 1934.
Lieve Joris. Die Tore von Damaskus. 1998.
___________________________________________

Der redaktionelle Text der neuen Ausgabe von Annemarie Schwarzenbachs Tagebuch behauptet, ihre Sprache zeichne sich aus durch Klarheit und Objektivität.Das sind genau so richtig nichtdie Wörter, die ich zur Beschreibung ihrer Reisenotizen gewählt hätte. Absolut nicht klar, sondern von einer poetisierenden Distanziertheit und impressionistischen Melancholie, neblig wie der Winter, den sie beschreibt, ist dieses Tagebuch. Schwarzenbach schwebt über die Landschaft. Fakten, Zeit- oder Entfernungsangaben sind selten – dafür gibt es schöne, fast unheimlich entrückte Winterlandschaftschilderungen. Nur ein Beispiel: „Ich sah jetzt die Wüste, die sich aus dem Schlaf befreite, und es war, als sei man der erste Mensch und die Erde tauche soeben aus der Urnacht und werde vom frühen milchigen Licht getroffen“. [S. 88.]

Ich würde ihre Art von Schreiben nicht objektiv nennen, sondern eher überdistanziert – so zurückhaltend dass es manchmal unangenehm kalt wirkt. Meine private Klatsch-&-Tratsch-Quelle berichtet, sie habe ein Problem mit Drogenkonsum gehabt. Freilich erwecken die Schwarzenbachianischen Beschreibungen wirklich oft den Eindruck, als wären sie von einem Junkie geschrieben.

Sie scheint nur eine wirklich persönliche Meinung zu haben, die sie ad nauseam wiederholt: ihre snobistische Haltung anderer Touristen gegenüber. „Es ist schade, dass diese Ruine so leicht erreichbar geworden ist,“ seufzt sie S. 91 und passim. Dies ärgert den Leser umso mehr, wo sie doch offensichtlich ganz intensiv Gebrauch macht von ihren privilegierten Kontakten zu z. B. Sir Leonard Woolley und Dr Jordan und andere Promis, die damals im Nahen Osten tätig waren.

Sechzig Jahre später hat Lieve Joris genau wie Annemarie Schwarzenbach den Nahen Osten, Mittel- und Osteuropa, Afghanistan und Belgisch-Kongo besucht und beschrieben.
Lieve Joris geht ganz anders vor als Annemarie Schwarzenbach. Sie bleibt längere Zeit in einem Ort, lebt sich ein, knüpft Kontakte, schließt Freundschaften. Lieve Joris schreibt in einer klaren, trügerisch-einfachen Sprache über die kleinen Geschichten kleiner Leuten, und
wirft auf diese Art und Weise Licht auf die „Große Geschichte“. Diesen persönlichen Ansatz kombiniert sie mit gründlichster Recherche und einem ganz genauen Verständnis der Daten.

Ein prägnantes Beispiel aus ihrem Buch Die Tore von Damaskus:

„Die französischen Bücher, die sie zu dieser Zeit gelesen hat, stehen säuberlich aufgereiht im Schlafzimmer. Sartre, Camus, Pascal, Descartes – sie redet von ihnen, als sei seither nichts neues mehr geschrieben worden, als habe die Außenwelt aufgehört, Signale auszusenden. Die Bücher gehören zu einer Phase ihres Lebens, die ein abruptes Ende fand, als die mukhabarat[1]<-Leute in ihr Haus eindrangen.

In ihrer Studentenzeit hatte die Religion keine Rolle gespielt, nie hätte sie sich dafür interessiert, ob ihre Kommilitonen Moslems oder Christen waren; sie fühlte sich mit ihnen durch internationale Ideen verbunden. Inzwischen aber hat sich jeder auf sich selbst zurückgezogen und beäugt die anderen mit Argwohn.

‚Die Leute gehen in die Moschee, weil sie sich sonst nirgends zu äußern wagen‘ sagt sie. ‚Das ist die einzige Versammlung, die nicht verboten ist.Wenn sonst irgendwo zehn Menschen zusammenkommen, werden sie sofort verdächtigt, eine politische Vereinigung zu bilden‘.“ [pp. 46-47]

Lieve Joris:
Video über die Situation in Congo:
http://fora.tv/2008/04/28/Lieve_Joris_on_the_Tutsi-Congolese_Conflict

http://fora.tv/2008/04/28/Lieve_Joris_on_the_Presidency_of_Joseph_Kabila

Telegraph Review „The Rebel’s Hour“:
http://www.telegraph.co.uk/arts/main.jhtml?xml=/arts/2008/08/16/bojor116.xml

Annemarie Schwarzenbach:
http://www.new.facebook.com/pages/Annemarie-Schwarzenbach/7789167545

Annemarie Schwarzenbach beim Lenos Verlag:
http://www.lenos.ch/autoren/schwarzenbach.html


[1] Die Geheimpolizei Syriens.

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Dorothy L. Sayers & Aldous Huxley

I reread Point Counter Point after discovering that Dorothy L. Sayers wittely, intellectually and mostly gently pokes fun at the book and its author in The Documents of the Case, in the person of John Munting, alias Philip Quarles, alias Aldous Huxley himself (talk of Russian puppets inside puppets!). Of course Aldous Huxley was a pacifist, Sayers quite the contrary; Sayers was a Catholic, be it more of the mind than of the heart, where Huxley tends to some unspecified universal mysticism. Both are “passionate minds“.

Point Counter Point offers great satirical portraits of D.H. Lawrence, Katherine Mansfield, Lady Ottoline Morell, and Huxley himself.

In this first “novel of ideas” Huxley experiments with an essayistic form of narrative, trying to cramp as many ideas & theories into the book as possible. “Ape and Essence”, as it were. When the reader gets rather bored with the non-moving non-plot & the avalanche of philosophical talk, Philip-Quarles-alias-Huxley explains why the book is getting so sadly tedious. Then followa a Murder, and the Death of a Child.

All the Great Questions are raised in both books – “What is Life”, of course, Religion & Politics, and the respective beastlinesses of Communism and Fascism. And Sex, the big teaser of the Thirties. Both are brilliantly funny. As a crime-novel, Documents is rather a disaster - as a novel, Point is rather a bore. But essayistically spoken, both are gorgeously brilliant.

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Enhedu’ana: Prinzessin, Hohepriesterin und Dichterin

Enhedu’ana ist zweifellos die wichtigste Frauengestalt des 3. Jahrtausends v.u.Z.

Über das Leben von Enhedu’ana sind wir hauptsächlich durch ihre Schriften
informiert. Enhedu’ana war die Tochter des akkadischen Königs Sargon des Großen (2356 bis 2300 v.u.Z. [mittlere Chronologie [1]] bzw. 2292 bis 2236 v.u.Z. [kurze Chronologie]). Sargon setzte seine Anverwandten gezielt in politisch wichtigen Positionen ein: Deshalb ernannte er Enhedu’ana zur Hohepriesterin des Mondgottes Nanna in Ur, der Liebes- und Kriegesgöttin Inana in Uruk und des Himmelgottes Anu, ebenfalls in Ur. Das heißt, dass sie in zwei der wichtigsten Städte Sumers, des von Sargon kurz davor kolonialisierten Gebietes, im höchsten religiös-politischen Amt [2] eingesetzt wurde, nämlich als Hohepriesterin der drei wichtigsten Götter Sumers. Als Inhaberin dieses wichtigen Amtes übte sie großen Einfluss auf die Stadt- und Tempelbehörden aus und konnte dadurch ihrem Vater sehr nützlich sein.

Laut Roberta Binkley [3] lebte Enhedu’anna ca. 2285-2250. Von Enhedu’anna stammen die ersten literarischen Texte der gesamten Weltliteratur. William Halo benannte sie den «Shakespeare der Sumerischen Literatur». Sie ist auf jeden Fall die erste bekannte Autorin, die in der ersten Person schrieb.

Ihr Stil und ihre Persönlichkeit scheinen mit denen Sapphos vergleichbar zu sein, die im 7. Jh. v.u.Z. lebte und sich einen ebenso großen Ruhm, sowohl bei ihren Zeitgenossen als über die Jahrhunderte hin, erwarb.

Wie auch Sappho verfügt Enhedu’ana über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein: Sie ist die erste Schriftstellerpersönlichkeit, die sich selbst namentlich erwähnt un düber ihre persönlichen Angelegenheiten schreibt. Und wie auch ihre griechische Nachfolgerin zeichnet sie sich durch eine klare, ausdrucksstarke, sehr persönliche und gelegentlich leidenschaftliche Ausdruckungsweise aus.

Als ihre wichtigsten Schriften gelten die kraftvollen Hymnen für Inana, die älteste Tochter des Mondgottes Nanna sowie die Göttin der Liebe und des Krieges.

Die angesprochenen Themen in diesen Gesängen sind politischer, ritualistischer, theologischer, historischer, normativer sowie persönlicher Art.
So beschreibt sie die Vertreibung aus ihrem Amt durch Lugal-Ane, den rebellischen Statthalter von Ur. Auf sehr bewegende Weise bringt sie ihren Schmerz über die Kränkungen durch Lugal-Ane zum Ausdruck.

Auf religiös-politischer Ebene war sie eine ausgezeichnete Helferin ihres Vaters
Sargon: Sie stand für den Synkretismus und die Harmonisierung der sumerischen und akkadischen Religionen. Diese Überzeugung diente als Rechtfertigung der Akkadischen Politik, insbesondere in Hinblick auf die Eroberung Sumers. Sie diente auch als religiöse Unterstützung der Unifizierung Babyloniens.

Die einzigen Quellen über Enhedu’anas Leben, worüber wir bisher verfügen, sind ihre eigenen Schriften, wenige Erwähnungen auf anderen Tontafeln [4], und die von Sir Leonard Woolley entdeckte Reliefscheibe (siehe Foto). Wenn den Krieg im Irak beendet würde, könnten wir vielleicht neue Daten entdecken und die Forschung weitersetzen [5].

Auf dieser steinernen Reliefscheibe, die vermutlich in den Kult des Mondgottes Nanna Verwendung fand, ist Enhedu’anna dargestellt. Enhedu’anaAuf der Rückenseite ist ihr Name vermeldet. Entdeckt 1927 durch Sir Leonard Woolley in Ur.

 

 

 

 

Bibliographie:

Selz,Gebhard J.. Sumerer und Akkader. Geschichte Gesellschaft Kultur. München: C.H.Beck, 2005, pp. 67-69.

Saggs, Henry W.F..Völker im Lande Babylon. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag, 1995, pp. 83-84.

Wikipedia EN. En-hedu-ana.
Wikipedia DE. Enheduanna.

Roberta Binkley. Enheduanna.


[1] Über die Schwierigkeiten der Chronologie des alten Mesopotamiens werde ich mich in einem späteren Aufsatz verbreiten.

[2] Die Unterteilung zwischen Politik und Religion im modernen Sinne gab es im alten Mesopotamien noch nicht.
Der Tempel war das politische, wirtschaftliche sowie religiöse Machtzentrum.

[3]http://www.cddc.vt.edu/feminism/Enheduanna.html
http://www.cddc.vt.edu/feminism/Enheduanna.html

[4] Achtung: Oxford-Beistrich! [5]Eine interessante Website + Blog finden sie unter  http://iwa.univie.ac.at/site.html

[

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Seasoned Cheese, Salami & Condoms

I had a bit of a talk with a librarian yesterday, and we came upon the interesting subject of things left by people in books they return to the library.

  • Back from holiday: picture postcards (Sunny greetings from Auntie! Warm greetings from Freddy! Hot greetings from Innanja!!). Sand. Sun cream. Hair. City maps. Entrance tickets. Sun glasses.
  • Seasoned Cheese (found in Cheese by Willem Elsschot). Salami. Pictures (landscapes; family in Eurodisney; girl on pony; girl on toilet). Shopping lists, bank statements, dog’s vaccination.
  • Dried flowers, knife with jam, contact lenses. Beermats, Aspirin (not necessarily together).
  • Dog’s hair in book about education for dogs. (plus dog’s smell)
  • Book about dogs, thoroughly destructed by dog’s teeth (dog didn’t like the book)
  • Money. Porn. Stamps. Restaurant bills. Invitations. Tea bags (used). Condoms (used). Toilet paper.

To be continued!

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Zimt & Chili


Wintergewürze

Originally uploaded by apfelbaum

Beautiful Aphrodisiacs: Cinnamon & Chili

 

 

 

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Love Potion – Make your juices taste sweeter!

Everybody has his or her own specific highly personal fragance. Partly we smell of the things we have been eating: sweat, cunt juice and sperm will particularly smell & taste of your latest intakes.

 

Some foods, like Sauerkraut, give your juices a perfectly unromantic taste.

 

What you put into your body takes between 12 and 24 hours to secrete out. Simply keep this in mind & check your plans for the next days before falling to upon the beans and cheesy hamburgers.

I’ve read a lot of boring advice to improve the flavour of your secretions, which basically demand you change your whole diet & lifestyle.

Some of it is sensible if unexciting. Shortly:
1. Drink lots of water: 1 – 2 liters a day to flush out body toxins.
2. Fruit: get plenty each day to flavour your juices.
3. Plenty of vegetables, especially the sweeter ones: paprika, carrots.
4. Avoid foods that cause acidity & windiness – biiig no-no’s! All types of cabbages, including cauliflower and broccoli – though excellent vegs in their way. All types of beans. Onions. Red meat. Milk and cheese.

 

5. Cinnamon, cardamom, peppermint and lemon are great aphrodisiacs and particularly well-known for making juices taste sweeter.

 

 

And now the fun one: my very own and totally exciting & yummy quickie: Hot Chocolate Love Potion

Technnique: Watch how Kitchen-Warrior Gordon Ramsay makes a perfectly sumptuous chocolate mousse.

 

Ingredients

  • 150g dark chocolate
  • 250ml crème fraiche
  • 250ml double cream
  • hot chili, cloves, cinnamon
  • 1-2 tbsp rose petals
  • 1 cup of chopped strawberries

 

1. Break the dark chocolate into small pieces and place in a bowl that fits snugly over a pan of boiling water. Add hot chili, cloves and cinnamon. Leave until the chocolate has completely melted and then remove from the heat and set aside.

2. Add the crème fraiche to the melted chocolate and whisk until combined. Put the double cream into a separate bowl and whisk until it forms soft peaks. Fold the chocolate mixture into the cream, and stir to combine.

3. Spoon the mousse into two small serving dishes with the strawberries, decorate with the rose petals and serve.

 

 

 

 

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Sudan’s sex and beauty secret

Feminists and pro-feminists seem to be falling over each other to condemn this barbaric tradition.

 

The offensive practice consists of a woman stripping naked, wrapping herself in a blanket and sitting on top of a burning hole in the ground to smoke her pussy-skin to silky perfection. She straddles the perfumed embers for 15 minutes to an hour. Taali tree wood [Erythrophleum suaveolens, in Europe also known as Missanda] is similar to rosewood or mahagony, and is home in tropical Africa. It’s colour ranges from a beautiful orange-brown to a darker sensuous reddish brown. It’s grain varies from fine lines to wider dark and light streaks. It’s smell is dark and sensual, and Taali is used in many perfumes and lotions. Because of it’s connection with the pussy-sauna, the scent is very appealing to men and gives high sex-appeal to the woman who uses it (or a bad reputation ;-) )

 

The treatment is called »dukhan« – an Arabic word, as in:

دخان dukhan: smoke, fume, vapor
دخن dahan: to be smokey; to taste or smell of smoke
دخنة dukhna: a kind of incence (Calamus aromaticus)
Surat Ad-Dukhan (Arabic: سورة الدخان ) (Smoke) is the 44th sura of the Qur’an (which doesn’t have anything further to do with the beauty-treatment, except maybe for the mention of Houris).

In Sudan, it is whispered that far more than smoothing the skin, the slow burning “dukhan” practice tightens a woman’s vagina, driving her man wild. The only reason why a woman sits for hours over burning wood, it is insinuated in Western urban centres, is for her man’s intimate sexual pleasure. Well, duh! What a crime.

For those who are quick to condemn this traditional beauty treatment: it seems to me that it is about as painful and/or boring as sauna treatments, meditation or aromatherapies, and not more silly than obsessive fitness training or hour-long beauty treatments. It’s more like a do-it-yourself Luxury-Spa-Aromatherapy-&-Sauna-Treatment, than the umptieth female-degrading tribal usance.

I’ve tried to come up with my own version – holes in the ground and fires in my city-center-flat not being an option. Place two towels for your knees on the floor, and a bowl with steaming water and sandelwood-(or rosewood)-aromatherapy-oil in between them. Put a towel or mat in front of this construction. Now we will execute a modified Balasana Posture: place your knees on the towels, legs well spread, pussy over the bowl, high up enough not to get yourself burned. Bend your torso forward, rest your head in your hands and you can move your hips up and down to get hotter or cooler. Not an entirely comfortable position, and I also suspect the dry smoke of Taali wood feels more pleasurable than the humid vapours. Any suggestions to improve welcome! I would especially like to find a way where I can read a book while getting silky-skinned.

Sweet from the outside – sweet from the inside:
check out the Hot Chocolate Love Potion by Innanja – it will make your juices taste sweeter, and give your appetite a totally aphrodisiac boost.

Negative voices: Rantings of a Sandmonkey
Original story: AFP: ‘Light my fire’: Sudan’s sex and beauty secret

 

 

 

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Feed Shark